Neuhirschstein

Schloß Hirschstein an der Elbe

Lage von Neuhirschstein:

 

Neuhirschstein hat 156 Einwohner und gehört zur Einheitsgemeinde Hirschstein. Der Ort liegt auf dem linken Elbufer zu Füßen von Schloss Hirschstein. Mit dem Bus ist Hirschstein über die Buslinie Riesa-Hirschstein-Meißen erreichbar. Es gibt im Ort einen Sport- und Spielplatz an der Gaststätte "Waldblick" (ehemaliges Sportlerheim). Der Ort verfügt außerdem über eine über die Gemeindegrenze hinaus bekannte Gaststätte "Zum alten Brauhaus", welche für Fischspezialitäten bekannt und beliebt ist. Seit kurzem gibt es hier auch einen Biergarten, welcher besonders gern von den Wanderern und Radtouristen des Elberadrundwanderweges genutzt wird. Auch Übernachtungsmöglichkeiten werden in diesem Ort angeboten. Der zwischen Neu- und Althirschstein gelegene Park bietet sich für Wanderungen an. Der Wanderweg liegt an einem beschilderten, interessanten Natur- und Geschichtslehrpfad.

 

Zur Geschichte von Neuhirschstein:

 

Die günstige geographische Lage am Merschwitzer Elbübergang bewog Slawen wie deutsche Siedler gleichermaßen, befestigte Anlagen zu schaffen. So finden wir auf der Neuhirschsteiner Flur drei Wehranlagen, aus denen letztlich das Schloss hervorgegangen ist. Die ältere ist die slawische Wehranlage auf dem Hochufer der Elbe an der Gemarkungsgrenze zu Althirschtein. Ein mittelalterlicher Ringwall auf einer Felsklippe auf dem Hochufer der Elbe ist eine der deutschen Anlagen, die zweite, eine mittelalterliche Wehranlage auf einem Felssporn, wurde durch das heutige Schloss überbaut. 1205 wurde die Burganlage erstmalig urkundlich erwähnt. Die sicher zu militärischen Zwecken angelegte Befestigung war 1427 ein "Castrum", sie diente wahrscheinlich als eine deutsche Gründung zur Grenzfestigung nach Norden und zur Niederhaltung der slawischen Bevölkerung. 1497 hat sich die Aufgabe offensichtlich geändert, denn es wird nun von einem Schloss gesprochen. Es erhebt sich weiterhin sichtbar aufeinem 25 Meter hohen Felsen über der Elbe. Die erste Nennung erfolgt unter "Nau Hirstein" im Jahr 1551. Im 17. Jahrhundert erfuhr die Schlossanlage eine Erweiterung. Um das Schloss herum entstand eine Siedlung von Tagelöhnern und Gutsarbeitern. Dem Schloss vorgelagert entwickelte sich ein Lehnsgut, dem die Bewohner der Orte Althirschstein, Böhla, Bahra, Blattersleben, Fichtenberg, Kobeln, Leckwitz, Weißig und Windorf Frondienste leisten mußten.

 

Sehenswürdigkeiten

 

Unter Denkmalschutz stehen das gesamte Schlossensemble aus dem Jahre 1205 mit der Gutsanlage, der geschützte Park mit dem Mausoleum, die mittelalterlichen Wehranlagen Felsenburg und Spornburg, die allerdings durch die Überbauung mit dem Schloss verändert wurde, sowie der mittelalterliche Ringwall als Kantenbefestigung.

 

Das Schloss Hirschstein und der vorgelagerte, durch die Gemeinde Hirschstein im Jahr 2009 neugestaltete Schlossvorplatz und von der Familie Günther neugestalteten Gebäudeteile bilden besondere Anziehungspunkte des Ortes Neuhirschstein. Besonders zu kulturellen Veranstaltungen sind hier zahlreiche Besucher aus Nah und Fern anzutreffen.

 

Am Fuße des Schlosses Hirschstein befindet sich seit einigen Jahren wieder eine Bootsanlegestelle auf der Elbe. Diese lädt besonders die Wassertouristen zum Verweilen und zum Erkunden des Ortes ein.

 

Der Elberadrundwanderweg führt ebenfalls am Fuße des Schlosses und am Bootsanleger vorbei. Hier stehen für die ständig steigende Zahl der Radtouristen Sitzgruppen zum Verweilen zur Verfügung.

Hier finden Sie einen Bericht über die Sanierung des alten Rittergutshofes am Schloss Hirschstein.

http://www.smul.sachsen.de/laendlicher_raum/download/140909_Neuhirschschein.pdf